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Spartipps

Strom sparen in Bottrop: Vom Keller bis zum Nachtspeicher

Raum für Raum durchs Haus: Entfeuchter im Keller, Standby im Wohnzimmer, Nachtspeicher in Kirchhellen.

3 Min. Lesezeit

Hand schaltet eine Steckdosenleiste mit Kippschalter aus, um Standby-Strom zu sparen

Viele Bottroper Häuser haben in den InnovationCity-Jahren neue Fenster, Dämmung oder eine Solaranlage bekommen – der Stromverbrauch im Alltag ist dabei oft gleich geblieben. Statt einer Tippliste von A bis Z gehen wir einmal durchs Haus, dorthin, wo in Bottrop typischerweise Strom versickert.

Keller: die stillen Dauerläufer

In den Südstadtteilen liegen Keller durch Bergsenkungen tief, Feuchte ist dort normal. Ein Luftentfeuchter, der seit dem letzten Starkregen durchläuft, zieht mehr als Fernseher und Beleuchtung zusammen – Hygrostat einstellen oder zeitgesteuert betreiben. Dazu kommen Zweitkühlschrank, alte ungeregelte Heizungspumpe und das Dauerlicht im Kellergang: Bewegungsmelder und eine Hocheffizienzpumpe erledigen zwei der drei Posten.

Küche und Bad

Der Kühlschrank aus dem Einzugsjahr ist häufig der größte Einzelverbraucher; sieben Grad reichen, die Tür sollte dicht schließen und das Gerät nicht neben dem Herd stehen. Wasser im Wasserkocher statt im Topf erhitzen, die Spülmaschine voll und im Eco-Programm laufen lassen – das spart ohne Verzicht. Hängt im Bad ein elektrischer Durchlauferhitzer, bringt eine Sparbrause mehr als jede LED.

Wohnzimmer und Arbeitsplatz

Router, Receiver, Konsole, Soundbar, Drucker: Im Bereitschaftsbetrieb zieht jedes Gerät nur wenige Watt, zusammen aber rund um die Uhr. Eine schaltbare Steckdosenleiste hinter dem Fernsehregal und eine am Schreibtisch trennen alles mit einem Griff. Ein Strommessgerät für die Steckdose – Verbraucherzentralen verleihen sie – zeigt nach einer Woche, bei welchem Gerät sich der Aufwand lohnt.

Kirchhellen: Nachtspeicher richtig fahren

Im Bezirk Kirchhellen liefern Nachtspeicheröfen noch rund ein Zehntel der Heizwärme. Sie laden nachts, geben tagsüber ab – und verschwenden Strom, wenn die Aufladesteuerung auf „voll“ steht, obwohl der Herbst mild ist. Außentemperaturfühler prüfen, Ladestufe der Jahreszeit anpassen, Räume nicht über 20 Grad fahren und am Zähler kontrollieren, ob der Niedertarif überhaupt noch greift. Mittelfristig ist der Umstieg auf eine Wärmepumpe das Ziel – dann braucht der Zählerschrank meist eine Erneuerung.

Die Heizlüfter-Falle

Wird ein Raum nicht warm, steht schnell ein Heizlüfter da. Zwei Kilowatt über einen Abend sind acht Kilowattstunden – mehr, als ein sparsamer Kühlschrank in zwei Wochen braucht. In Siedlungshäusern aus der Zechenzeit hängt zudem oft ein ganzes Stockwerk an einer Leitung, die seit der Nachkriegszeit nicht erneuert wurde: Heizlüfter plus Wasserkocher lässt dann nicht nur die Sicherung fallen, sondern erwärmt die Klemmstellen in den Dosen.

Werden Steckdosen warm oder löst eine Sicherung ohne erkennbaren Grund aus, ist das kein Sparthema mehr. Dann vermitteln wir einen Elektriker aus unserem Partnernetzwerk, der Ihre Hauselektrik in Bottrop prüft.

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